Musterfall. Dieser Text beschreibt einen typischen Ablauf, kein bestimmtes Projekt. Er enthält keine gemessenen Ergebnisse und keine Aussagen über einzelne Kundinnen oder Kunden.
- Leistung
- Pipeline Setup
- Umfeld
- B2B-Dienstleistung, erklärungsbedürftige Leistung
- Dauer
- 6 bis 8 Wochen
- Stand
- 6. September 2026
- Anfragen verteilt über Website, E-Mail und Empfehlungen
- Follow-ups hängen an einzelnen Personen
- Kein Überblick über offene Angebote und Pipeline-Wert
- Ein Eingang für alle Anfragen mit klarer Quelle
- Automatische Aufgaben und Wiedervorlagen für jeden Lead
- Live-Pipeline mit Status, Verantwortlichen und Wert
Die Ausgangslage
Das Muster wiederholt sich in fast jedem Erstgespräch. Ein Unternehmen bekommt genug Anfragen — über die Website, über Empfehlungen, über Kontakte aus dem Vertrieb. Trotzdem fehlt am Monatsende der Überblick, und regelmäßig meldet sich jemand mit „wir hatten doch mal telefoniert” zurück, an den seit Wochen niemand gedacht hat.
Der Grund ist selten fehlender Fleiß. Er ist, dass zwischen den Schritten niemand zuständig ist: Das Formular schickt eine E-Mail, die E-Mail landet in einem Postfach, und ab da entscheidet Aufmerksamkeit statt Ablauf.
Woche 1 bis 2 — Verstehen
Zuerst wird aufgeschrieben, was tatsächlich passiert, nicht was passieren sollte. Wo kommen Anfragen an? Wer sieht sie zuerst? Was passiert, wenn diese Person im Urlaub ist? An welcher Stelle geht der Faden verloren?
Das Ergebnis ist eine Karte des heutigen Wegs vom Erstkontakt bis zum Auftrag — mit den Stellen, an denen er abreißt.
Woche 2 bis 3 — Priorisieren
Nicht alles muss gleichzeitig gelöst werden. Aus der Karte wird eine Reihenfolge: Was bringt sofort Ruhe, was kann warten, was braucht ohnehin eine Entscheidung im Unternehmen.
Meist zeigt sich hier, dass zwei oder drei Stellen den Großteil des Verlusts ausmachen. Der Rest ist Komfort.
Woche 3 bis 6 — Umsetzen
Dann wird gebaut:
- Ein Eingang. Website-Formular, E-Mail und telefonische Anfragen landen am selben Ort, mit erkennbarer Quelle.
- Phasen statt Ordner. Jede Anfrage hat einen Status, und der Status sagt, was als Nächstes zu tun ist.
- Wiedervorlagen, die nicht vergessen werden. Aufgaben entstehen automatisch, nicht aus dem Gedächtnis.
- Ein Überblick für die Geschäftsführung. Offene Angebote, Pipeline-Wert, Reaktionszeiten — auf einer Seite.
Woche 6 bis 8 — Übergabe
Ein System, das niemand bedient, ist keins. Deshalb steht am Ende die Einweisung des Teams, eine kurze Dokumentation der Abläufe und eine Begleitphase, in der Unklarheiten auffallen, solange sie noch billig zu beheben sind.
Was danach anders ist
Die auffälligste Änderung ist keine Zahl, sondern eine Frage, die nicht mehr gestellt wird: „Hat sich eigentlich jemand um die Anfrage von letzter Woche gekümmert?”
Welche Größen im konkreten Fall gemessen werden, legen wir zu Beginn fest — üblicherweise die Zeit bis zur ersten Reaktion, der Anteil der Anfragen ohne Reaktion und der sichtbare Pipeline-Wert.
Klingt nach eurer Lage? Dann fangen wir mit einer Bestandsaufnahme an.
Projekt starten